Ausstellung beim Internationalen Naturfotofestival 2025
Präsentation im Bildersaal des Heinz-Hilpert-Theaters in Lünen (DE)
2021 begann ich, erste Pflanzen im Studio zu fotografieren, 2023 entstanden die ersten botanischen Schautafeln, und nun, zwei Jahre später, konnte ich meine Arbeiten erstmals öffentlich präsentieren. Es freut mich in dem Zusammenhang besonders, dass ich von der GdT (Gesellschaft für Naturfotografie) eingeladen wurde, im wunderschönen Rahmen des Internationalen Naturfotofestivals in Lünen auszustellen.
Die GdT steht für hochwertige und authentische Naturfotografie und wurde 1971 gegründet. Mittlerweile hat sie über 2.100 Mitglieder und zählt zu den einflussreichsten Vereinigungen für Naturfotografie weltweit. Beim jährlich am letzten Oktoberwochenende stattfindenden Festival kommen Fotograf:innen aus aller Welt zusammen, um Arbeiten auf international anerkanntem künstlerischem wie inhaltlichem Niveau zu zeigen. Es ist ein Ort der Inspiration, des fachlichen Austauschs und des gemeinsamen Blicks auf die Vielfalt der Natur.
In meiner Ausstellung mit dem Titel „Vom Wesen der Pflanzen - botanische Schautafeln neu interpretiert“ präsentierte ich drei Werkgruppen, welche die Gestalt, den Wandel und die Vergänglichkeit pflanzlichen Lebens sichtbar machen. Die Serie Metamorphosen verdichtet die gesamte Vegetationsperiode einer Pflanze auf einer Bildtafel. Botanische Momentaufnahmen konzentrieren sich auf einen Augenblick charakteristischer Vitalität. Die Reihe Poesie des Verfalls widmet sich der Vergänglichkeit – und dem Neubeginn, der ihr innewohnt. Meine Arbeiten verstehe ich als Einladung zum Innehalten und zum Staunen – über die Natur als ein Wunder, dessen Vielfalt es zu bewahren gilt.
Vom umfangreichen Begleitprogramm mit Ausstellungen und Vorträgen habe ich an diesem Wochenende überraschend wenig erlebt. Die Gespräche am Stand ließen wenig Pausen zu und das Feedback zu meinen Bildern war ausgesprochen motivierend. Oft hörte ich, meine Arbeiten wirken wie gemalt – für mich eines der schönsten Komplimente.
Der Austausch mit interessierten Besuchern ist für mich zugleich eine wertvolle Quelle der Inspiration. Fragen wie „Haben Sie diese oder jene Pflanze bereits fotografiert?“, „Illustrieren Sie auch botanische Fachliteratur?“, oder Hinweise auf Künstler:innen, Organisationen und Galerien eröffnen neue Perspektiven. Der Gesprächsstoff ging nie aus, und die Zeit verging viel zu schnell.
Für 2026 plane ich, nach Lünen zurückzukehren – diesmal als Besucherin. Um Vorträge und Ausstellungen zu erleben und den Austausch mit Naturbegeisterten und Fotograf:innen zu vertiefen.
Ich freue mich schon darauf!
Herzlichen Dank an Karen Korte und Karsten Mosebach (beide GdT) sowie an meinen Mann Christoph für die Bilder von der Veranstaltung.